17.01.2017

Photonik wächst – hohe Marktdynamik im Imaging

Hohe Wachstumsdynamik und Rekordumsätze prägen die Lage in der industriellen Bildverarbeitung / Unterschiedlichste Industriezweige setzen auf Imaging-Lösungen

Marktdaten der deutschen Verbände SPECTARIS und VDMA zeigen, dass die Photonik weiter wächst. Gerade Sensorik und Imaging bieten auch künftig beste Perspektiven.

Auf 724 Milliarden Euro wird der Photonik-Weltmarkt im Jahr 2017 wachsen. Damit setzt sich laut aktuellen Zahlen des deutschen Verbandes SPECTARIS die hohe Wachstumsdynamik fort. Seit 2012 wächst die globale Photonik-Produktion im Schnitt um sechs Prozent jährlich. Photovoltaik, Flachbildschirme, LEDs, ITK-Glasfasern sowie Laserstrahlquellen weisen dabei die höchsten Zuwächse auf.

In Deutschland ist die Branche laut SPECTARIS auf mittlerweile 1.000 Unternehmen mit rund 130.000 Beschäftigten gewachsen. Ihr Gesamtumsatz beträgt 30 Milliarden Euro. Bis 2020 prognostiziert der Verband fast ein Drittel Zuwachs auf dann 43,7 Milliarden Euro, davon 70 Prozent aus Exporten. Ein Wachstumstreiber ist laut Fachverband Robotik + Automation im Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) die Bildverarbeitung. In Deutschland habe sich der Imaging-Umsatz binnen zehn Jahren verdoppelt. Für 2016 erwartet der Verband erneut einen Rekordumsatz von mindestens 2,2 Milliarden Euro. Ein Ende des Booms sei nicht in Sicht.

Imaging als Schlüsseltechnologie der Automatisierung
Der Fachverband erklärt den Boom der Bildverarbeitung „Made in Europe“ damit, dass diese weltweit als Schlüsseltechnologie der Automation gefragt ist. Dank Bildverarbeitung könnten Maschinen „sehen und verstehen“, was sich positiv auf die Produktqualität, Produktivität sowie die Stabilität und Effizienz von Fertigungsprozessen auswirke. Bildverarbeitung sei der Wegbereiter für die immer flexiblere und intelligentere Fertigung in der Industrie 4.0. Daneben gebe es immer neue Einsatzfelder im Handel, im Verkehr, Medizin oder auch in der Landtechnik und Fischerei.

Europaweit prognostiziert der VDMA-Fachverband für 2016 ein Umsatzplus von acht Prozent. Größter Kunde der europäischen Bildverarbeitungsbranche sei die Automobilindustrie. Ihre Nachfrage mache ein Fünftel des Gesamtumsatzes aus. Zweitwichtigster Abnehmer ist die Elektro-/Elektronikindustrie samt Halbleiterfertigung mit zwölf Prozent Anteil am Umsatz, gefolgt von Metall-, Nahrungsmittel- und Getränkebranche mit je sieben Prozent.

Auf Kameratechnik entfällt fast ein Drittel des Gesamtmarkts. Die Nachfrage wächst in diesem Bereich mit fast zweistelligen jährlichen Raten. Der Trend zur „Embedded Vision“ in der automatisierten, digital vernetzten Prozesswelt der Industrie 4.0 dürfte weiteren Schwung in den Markt bringen.

Bildquelle: VDMA

 
 
 
 
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