23.11.2017

Fit für den digitalen Wandel

Digitaler Wandel und Fachkräftemangel stellen Unternehmen vor enorme Herausforde-rungen. Strategische Personalentwicklung ist gefragt.

Das Innovationstempo steigt. Datenbasierte Geschäftsmodelle greifen Raum. Kunden sind durch das Internet besser informiert, stellen höhere Ansprüche und rufen Serviceleistungen oft nur noch ab, wenn sie mit ihrem Latein am Ende sind. Auf solche Veränderungen müssen Unternehmen ihre Mitarbeiter vorbereiten, um im digitalen Wandel zu bestehen.

Der Schlüssel dazu liegt laut einem neu erschienenen Praxisleitfaden Qualifizierung des deut-schen ITK-Branchenverbandes Bitkom in strategischer Personalentwicklung. Denn der Fach-kräftemangel und der demographische Wandel zwingen Unternehmen zunehmend dazu, Kompetenzlücken durch interne Qualifizierung oder mit Quereinsteigern zu schließen. Zudem müssen Führungskräfte lernen, räumlich verteilte „virtuelle Teams“ mit digitalen Mitteln zu füh-ren. All das ist leichter gesagt als getan.

Kompetenzen gezielt aufbauen
Einerseits setzt erfolgreiche Weiterbildung eine hohe Akzeptanz und Veränderungsbereit-schaft der Beschäftigten voraus. Andererseits gilt es, die Maßnahmen möglichst effizient um-zusetzen, da der Qualifizierungsbedarf gerade im Bereich digitaler und technologischer Kom-petenzen massiv steigen wird. Im ersten Schritt gilt es, vorhandene Kompetenzen und Weiter-bildungsbedarf systematisch zu erfassen. Dies ist Aufgabe des Personalbereichs, der künftig eine zentrale strategische Rolle spielt. Er muss die Personalentwicklungsstrategie definieren, deren Ziele in der Geschäftsleitung und bei den Mitarbeitern bekannt machen und für eine passgenaue Umsetzung sorgen.

Digitale Formate für individuelle Fortbildung
Laut Leitfaden gibt es hierbei wichtige Erfolgsfaktoren: Selbstorganisiertes Lernen und die Festlegung individueller Kompetenzentwicklungsziele. Solche individualisierte Fortbildung verlange nach neuen Formaten. Die Autoren empfehlen digitale Tools: Apps für Smartphone und Tablet könnten Wissen individuell, zeitlich flexibel und ohne größeren Vorlauf vermitteln. Ein solches integratives Lernen ‚on-the-Job‘ oder ‚on-demand‘ sowie interaktive Lernspiele und Simulationen würden einen viel größeren Beschäftigtenkreis erreichen, als klassische Formate.

 
 
 
 
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