13.04.2016

Einzelgänger oder Teamplayer?

Innovation entsteht mehr denn je im Zusammenspiel der Disziplinen. Teamplayer sind gefragt. Doch auch Einzelgänger haben ihre Vorteile.

Teams in Technologieunternehmen sind kulturell wie auch fachlich bunt gemischt. Gerade in der Photonik arbeiten Physiker und andere Naturwissenschaftler mit Ingenieuren aus Elektro-, Nachrichtentechnik oder Maschinenbau, IT-Spezialisten und Betriebswirten zusammen. Innovation basiert auf fusioniertem Wissen und auf offenem Austausch der Kompetenzen.

Darum suchen Unternehmen kommunikative teamfähige Mitarbeiter, die zudem ein breit angelegtes, fundiertes Grundlagenwissen aus mehreren Fachrichtungen mitbringen. Doch welcher Mensch passt schon in solche Idealbilder? – Lebenswege und Charaktere sind mindestens so vielfältig wie die Disziplinen und Kulturen.

Die gute Nachricht für introvertierte Spezialisten: Auch für sie gibt es Bedarf. So geben Personalentwickler auf Nachfrage an, dass extrovertierte und neugierige Bewerber zwar bessere Jobchancen haben, da sie sowohl im Back-Office als auch im Kundenkontakt einsetzbar sind. Doch für Forschung und Entwicklung und so manches Stellenprofil im administrativen Bereich sind auch stille Wasser gefragt.

Teils suchen Unternehmen mittlerweile sogar gezielt hochqualifizierte Einzelgänger, die sich auf knifflige Aufgaben fokussieren, deren überdurchschnittliche wissenschaftliche Kreativität Teams bereichert, und die hohes Verantwortungsbewusstsein und kaum Wechselneigung entwickeln, sobald sie sich eingelebt haben. Es ist an den Projekt- und Teamleitern, die Kompetenz der Einzelgänger einzubinden, Brücken zum Team zu bauen und auch diesen Teil der Diversität zu managen.

Ein Freibrief für Eigenbrötler ist das nicht: Gewinnen Personalverantwortliche den Eindruck, dass sich die Zurückhaltung mit Arroganz, Dünkel oder Selbstüberschätzung paart, dann wird die Zusammenarbeit von kurzer Dauer sein.

 
 
 
 
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