23.11.2017

E-Recruiting voll im Trend

Laut einer aktuellen Fraunhofer-Studie sind Online-Stellenbörsen, Soziale Netzwerke und Apps für Unternehmen die Mittel der Wahl, um geeignete Bewerber zu finden.

Für die E-Recruiting-Studie hat ein Team des Fraunhofer Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT und der Universität Bayreuth fast 1.000 Personalverantwortliche befragt. Ihre Antworten zeichnen ein klares Bild: 84 Prozent inserieren in Online-Stellenbörsen, drei Viertel nutzen Soziale Netzwerke und mehr als die Hälfte nutzt zusätzlich regional-, branchen- und zielgruppenspezifische Webportale. Personaler bespielen also verschiedenste Kanäle, die eines eint: Sie sind alle digital.

E-Recruiting ist für beide Seiten bequem – und bietet Mehrwert
Die Vorliebe für die digitale Personalbeschaffung hat Gründe: Bewerber können per Smartphone oder PC jederzeit – und gezielter denn je – Jobangebote suchen und bei Interesse mühelos in Kontakt mit Personalverantwortlichen treten. Das spart beiden Seiten Zeit und Mühe. Unternehmen haben zudem die Wahl, ob sie überregional breite Zielgruppen ansprechen oder sich auf Social-Media-Plattformen wie XING und LinkedIn systematisch nach Spezialisten umsehen wollen. Gerade Soziale Medien und Apps wie truffls spielen eine immer wichtigere Rolle. So stieg die Zahl der Stellenangebote auf XING zuletzt in zwölf Monaten um das 90-fache auf über eine Million. Und truffls gibt an, dass bereits über 30.000 Unternehmen die App nutzen.

Die Recruiter sehen weitere Mehrwerte in der digitalen Stellenausschreibung. Neben „hochwertigen Bewerbungen“ und hohen Bewerberzahlen diene sie zur Stärkung der Arbeitgebermarke. Auch biete das Online-Verfahren interessante Einblicke in die Zahl der Klicks und ins Nutzerverhalten potentieller Bewerber. Viele Befragte hoffen auf Weiterentwicklung der Online-Stellenbörsen und Plattformen, um über Chat- und Feedbackfunktionen leicht mit Interessierten interagieren zu können, vertiefte Einblicke in ihr Nutzerverhalten nehmen zu können und Hemmschwellen zu senken. „One-Klick-Bewerbung“ und spontane Kurzbewerbungen stehen demnach bei Unternehmen hoch im Kurs.

 
 
 
 
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