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home Besucher Rückblick 2009 Expertenkolumne |
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Expertenkolumne |
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Unsere Experten beleuchten aktuelle Fragen der
Elektronikfertigung und befassen sich mit Trendtechnologien wie Green
Electronics/Green Manufacturing, Automatisierungs- und effizienzsteigenden
Lösungen, Advanced Packaging und den Fokusbereichen Photovoltaic, micronano
production, organische Elektronik, hybride Bauteilefertigung und EMS. 
| Kolumne 1 - Green Manufacturing "Grün gewinnt" von Dr. Gerd Linka, ATOTECH Deutschland GmbH Lizenzen
zum Betreiben chemischer Anlagen sind weltweit immer schwieriger zu
erhalten. Die Bedingungen für die Wassernutzung, die Vorgaben zur
Luft- und Bodenreinhaltung werden zunehmend strenger. Aber nicht nur
gesetzliche Vorschriften treiben „grün" in die
Elektronikfertigung.  | 
| Kolumne 2 - Photovoltaik-Fertigung "Auf der Sonnenseite" von Dr. Kurt Mann, TRUMPF Laser Der
Einsatz von Lasern als Werkzeug hat sich mittlerweile zu einer
Schlüsseltechnologie in der Photovoltaikindustrie entwickelt. Da
neue Laserstrahltechnologien neue Fertigungsverfahren ermöglichen,
werden konventionelle Herstellungsverfahren zunehmend verdrängt. |  | Kolumne 3 - Automatisierung und effizienzsteigernde Lösungen "Es gibt noch viel zu tun" von Dr. Lars Wende, ASYS Automatisierungssysteme GmbH Den
höchsten Automatisierungsgrad findet man heute in der
Halbleiterindustrie. Was hier schon lange Standard ist, greift auf
immer mehr Bereiche der Elektronikfertigung über. Ziel ist es, mit
effizienten Automatisierungslösungen die Arbeitsprozesse zu
verschlanken, Kosten einzusparen und gleichzeitig die Stückzahlen
zu steigern.  |  | Kolumne 4 - EMS "Die zwei Gesichter von EMS" von Marc Dalderup, Rehm Thermal Systems GmbH Als Hersteller kundenspezifischer Applikationen für die
Elektronik-Baugruppenfertigung haben wir die internationalen Märkte gut
im Blick. Betrachten wir unsere Kundenbeziehungen, ist der Trend bei
den Herstellern ihre Produktion auf die EMS-Schiene zu verlagern, immer
noch stark ausgeprägt. Allerdings gibt es bereits Unternehmen, die vom
Outsourcing wieder Abstand nehmen.  |  | Kolumne 5 - Effizienzsteigernde Lösungen "Effektiv prüfen trotz Kostendruck" von Anton Meßmer, Rohde & Schwarz Aus
Mobiltelefonen sind Multitechnologie-Wunder geworden. Testanforderungen
und Kostendruck in der Produktion sind dadurch jedoch immens. Schlanke
Prozesse und kreative Lösungen sind gefragt, um die Effizienz zu
steigern. Am besten schon in der Entwicklungsphase.  | 

| Kolumne 6 - Advanced Packaging "Hochgenaue
Mehrfachmontage von großen opto-elektronischen Baugruppen"
von Ralph Schachler, AEMtec GmbH und Martin Rogge, FINETECH GmbH
& Co. KG Im
Folgenden wird eine Lösung für das Bonden großer
opto-elektronischer Baugruppen mit einer Genauigkeit besser drei
Mikrometer auf einem Kühlkörper aufgezeigt. Die Anwendung
erfordert einen hochgenauen automatischen Die-Bonder, der das Handling
großer Substrate und die face-up Montage beherrscht. 
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| Kolumne 1 - Green Manufacturing |
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Grün gewinnt
Lizenzen zum Betreiben chemischer Anlagen sind
weltweit immer schwieriger zu erhalten. Die Bedingungen für die Wassernutzung,
die Vorgaben zur Luft- und Bodenreinhaltung werden zunehmend strenger. Aber
nicht nur gesetzliche Vorschriften treiben „grün" in die
Elektronikfertigung. Viele Unternehmen erkennen selbst, dass
wirtschaftliches Handeln, das mit Umweltschutz und sozialer Verantwortung
einhergeht, lohnende Perspektiven schafft. Wer auf dieser Basis die Produktionslösungen
für die nächsten Technologiegenerationen entwickelt, kann mit einem in jeder
Hinsicht klaren Kostenvorteil rechnen. + ATOTECH, Hersteller chemischer Verfahren für die
galvanische Metallveredlung sowie die Leiterplattentechnik, Wafertechnologie
und Electronics Material, hat strategische und nachhaltige
Entwicklungspraktiken quer durch alle Bereiche entwickelt und im Leitbild aller
Geschäftsgebiete festgeschrieben. Durch innovative galvanotechnische
Produktionssysteme, die wesentliche Einsparungen von Rohstoffen, Wasser und Energie
realisieren, wird zudem die Prozesssicherheit erhöht. Zwei Beispiele dafür: Wir haben mit dem
Anlagenkonzept „UNIPLATE“ ein einzigartiges horizontales Galvanosystem
entwickelt. Im Vergleich zu den bisherigen vertikalen Produktionsanlagen konnte
damit die Ausschleppung der
Prozesslösungen von etwa 200 ml auf 110 ml pro Quadratmeter reduziert werden.
Diese Verminderung um 45 Prozent hat bei einer Gesamtkapazität von etwa 50
Millionen Quadratmetern mit „UNIPLATE“ durchkontaktierter Leiterplatten pro
Jahr einen erheblich reduzierten Chemieverbrauch und deutlich weniger Abwasser
zur Folge. Und natürlich führt dies auch zu beachtlichen Kostensenkungen im
Prozess. Ein weiteres Projekt ist unser neues Superfilling-Verfahren: Dieses
vermindert die Abscheidung von Kupfer auf der Leiterplattenoberfläche um
beträchtliche 50 Prozent. Darüber hinaus können beim Füllen von Durchgangsbohrungen
im Vergleich zum konventionellen Prozess bis zu 75 Prozent der bisherigen
Prozess-Schritte mit den entsprechenden Kosten eingespart werden. Die Fokussierung auf solche umweltfreundlicheren
Technologien hat zu neuen, überzeugenden Lösungen geführt. Diese werden die
Lebensqualität künftiger Generationen verbessern, indem sie dem steigenden
Energiebedarf und Mehrverbrauch von Wasser, Chemie und anderen Materialien entgegenwirken.
Wer wie wir diesen Weg geht, wird feststellen, dass
er damit auch international besser positioniert ist. Solch eine nachhaltige
Entwicklung wird für die globale Zukunftssicherung immer wichtiger: Heute leben
sechs Milliarden Menschen auf der Erde – im Jahr 2050 könnten es schon zehn
Milliarden sein – und alle brauchen Nahrung, Unterkunft, Energie und Lösungen
für ihre Mobilität. Durch das Bewusstsein für diese kritischen Anforderungen
unterstützt ATOTECH alle Kunden und Geschäftspartner, auf umweltfreundlichere
Technologien und innovative Lösungen zu setzen. Denn diese nachhaltige
Entwicklung wird sich zur Sicherung des eigenen wirtschaftlichen Erfolgs weltweit
etablieren müssen. Dr. Gerd Linka ist Manager Sustainable
Development bei der ATOTECH Deutschland GmbH. Kontakt: Gerd.Linka@atotech.com
Die ATOTECH Deutschland GmbH Das Unternehmen gehört
zur Total Gruppe und damit zum viertgrößten Mineralölunternehmen der Welt. Das
Leistungsspektrum umfasst die Herstellung und den Vertrieb von Anlagen und
chemischen Verfahren für die galvanische Metallveredlung sowie die
Leiterplattentechnik, Wafertechnologie und Electronics Material. ATOTECH hat
sich selbst verpflichtet, neue Prozesse zu entwickeln, um den eigenen Wasser-
und Energiebedarf zu reduzieren, schädliche Emissionen zu drosseln und die
Abfallmenge zu begrenzen. Mehr
Informationen dazu unter: www.atotech.com/en/corporate/sustainable-development Green Manufacturing In der Elektronikindustrie
steht die Trendtechnologie Green Manufacturing/Green Electronics zunehmend im
Focus – auch bei der productronica 2009: Die umweltpolitischen Auflagen werden
immer schärfer, die Forderungen nach einem nachhaltigen Umgang mit den
Ressourcen lauter. Strenge Vorschriften für den Schutz der Umwelt bestimmen
weltweit den Alltag der Produktionsverantwortlichen. Gleichzeitig haben aber
viele Unternehmen erkannt: Eine umweltorientierte Unternehmensführung sorgt für
mehr Effizienz, fördert innovatives Denken und verbessert die Wettbewerbsfähigkeit.
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| Kolumne 2 - Photovoltaic-Fertigung |
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Auf der Sonnenseite
Der Einsatz von Lasern als Werkzeug hat sich mittlerweile zu einer
Schlüsseltechnologie in der Photovoltaikindustrie entwickelt. Da neue Laserstrahltechnologien
neue Fertigungsverfahren ermöglichen, werden konventionelle
Herstellungsverfahren zunehmend verdrängt. Wir von TRUMPF rechnen in den nächsten Jahren mit einem
dreistelliges Wachstum bei Lasern in der Photovoltaikproduktion. So wie die Hersteller von Solartechnik sind auch wir vom weltweit
durchsetzungsfähigen Potential der Photovoltaik überzeugt. Entsprechend breit
ist unser Angebot, mit dem wir die Anstrengungen unterstützen, Solarzellen und
Module kostengünstiger und mit höherem Wirkungsgrad für den sich weiter
entwickelnden Massenmarkt zu produzieren. Laser erzeugen haarfeine Leiterbahnen, hauchdünne Schichten und
mikrometergenaue Bohrungen. Präzise reproduzierbar arbeitende Hoch- und Mittelfrequenzgeneratoren,
die unsere Tochtergesellschaft Hüttinger in Freiburg produziert, werden für die
wirtschaftliche Beschichtung großer Oberflächen von Dünnschicht-Solarzellen
mittels Plasmatechnologie eingesetzt. Nach jeder Beschichtung wird die Fläche mit einem
Laser präzise, kontaktfrei und mit kurzen Bearbeitungszeiten strukturiert. Beim
Randentschichten erreichen fasergeführte Laser mit hohen mittleren Leistungen
höchste Abtragraten von bis zu 50 Quadratzentimetern pro Sekunde. Diese Werte
ermöglichen den wirtschaftlichen Lasereinsatz auch bei großen Flächen und
kurzen Taktzeiten. Auf dem Gebiet der kristallinen Solarzellen arbeiten wir mit daran, deren
Wirkungsgrad durch den Einsatz von Lasern auf demnächst realisierbare 20
Prozent zu erhöhen. Zum Beispiel kann Laserlicht dank seiner hervorragenden Fokussierbarkeit
Linienbreiten von wenigen Mikrometern auf die Solarzelle aufbringen. So wird
die nutzbare Fläche der Solarzelle nur minimal beeinflusst und die
Strom-Ausbeute maximiert. Wir unterstützen mit unseren Systemen die Entwicklung
neuer Produktionsverfahren. Das
Werkzeug Laser arbeitet schnell, präzise, berührungsfrei, energie- und
kosteneffizient und trägt damit entscheidend zur
Senkung der Produktionskosten bei. Deshalb sind unser Engagement und Portfolio für die
Photovoltaikbranche in den letzten Jahren stark gewachsen. Dabei wird es in
Zukunft wichtig sein, gemeinsam mit Wissenschaft und Praxis maßgeschneiderte
Lösungen zu entwickeln, um diese innovative Technologie weiter voranzutreiben. Denn
je mehr Unternehmen auf die Sonne und mit ihr auf die Zukunftstechnologie
Photovoltaik setzen, desto besser kann sich ihr Potential entfalten. Dr. Kurt Mann ist
Leiter des internationalen Vertriebs für Laserstrahlquellen bei
der TRUMPF Laser. Er hat Physik mit dem Schwerpunkt auf Laserphysik
bei Prof. Weber an der Universität in Kaiserslautern studiert.
Nach seiner
Promotion über Festkörperlaser war er Projektleiter am
FLI in Berlin und
wechselte dann 1990 als Produktmanager zu Haas Laser nach Schramberg,
dem
heutigen TRUMPF Laser. Er war maßgeblich an der
industriellen Einführung
der Multikilowatt-Festkörperlaser beteiligt. Heute leitet er den
internationalen Vertrieb der Laserstrahlquellen bei TRUMPF. Dr. Kurt
Mann ist Mitglied des productronica-Fachbeirates. Kontakt: Kurt.Mann@de.trumpf.com Photovoltaik Das
Geschäft mit der Umwandlung von Licht in elektrischen Strom entwickelt sich
gut. Die deutsche Solarstrom-Branche wird nach Einschätzung namhafter Marktforschungsinstitute
auch in den nächsten Jahren weiter wachsen und zu einem bedeutenden
Industriezweig aufsteigen. Auch international ist Wachstum zu erwarten.
Beschleunigt wird diese Entwicklung, weil die „Netzparität" – das ist der
Zeitpunkt, an dem Strom aus einer Photovoltaikanlage zum gleichen Preis wie
konventioneller Strom angeboten werden kann – in immer greifbarere Nähe rückt. Mit
entscheidend dafür waren die Forschungserfolge in der jüngeren Vergangenheit,
die laufend den Wirkungsgrad von Photovoltaikanlagen gesteigert haben. TRUMPF Im
Bereich industrieller Laser und Lasersysteme ist TRUMPF Weltmarkt- und
Technologieführer. Die TRUMPF Lasertechnik bietet CO²-Laser,
Festkörperlaser, Beschriftungslaser sowie Lasersysteme. Ob Schneiden,
Schweißen, Beschriften oder Oberflächenbearbeitung – das breite Spektrum an
Lasern, Lasersystemen und dazu gehörenden Dienstleistungen bietet punktgenaue
Lösungen. Die
Tochtergesellschaft HÜTTINGER Elektronik produziert
Stromversorgungen für Plasmaanwendungen, Induktionserwärmung und
Laseranregung. Das Schwesterunternehmen gehört zum TRUMPF Geschäftsbereich
Lasertechnik und Elektronik, der im Geschäftsjahr 2007/08 mit 1.805
Mitarbeitern einen Umsatz von 551,7 Millionen Euro erzielte. Der Gesamtumsatz
der TRUMPF Gruppe lag bei 2,1 Milliarden Euro. Die Kunden von TRUMPF kommen vor
allem aus der Automobil- und Automobilzulieferindustrie, der Elektronik und
Feinmechanik, dem Maschinenbau, dem Werkzeug- und Formenbau sowie der
Medizintechnik. Mehr Informationen unter www.trumpf.com. |
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| Kolumne 3 - Automatisierung und effizienzsteigernde Lösungen |
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Es gibt noch viel zu tun Den höchsten Automatisierungsgrad findet man heute in der
Halbleiterindustrie. Was hier schon lange Standard ist, greift auf
immer mehr Bereiche der Elektronikfertigung über. Ziel ist es, mit
effizienten Automatisierungslösungen die Arbeitsprozesse zu
verschlanken, Kosten einzusparen und gleichzeitig die Stückzahlen
zu steigern. Wir von der ASYS Group sind dafür ein starker Partner
und beobachten kontinuierlich die Entwicklungen und Trends der Branche.
Für die Einführung von Automatisierungslösungen nennen
unsere Kunden eine Reihe von spezifischen Wünschen: In erster
Linie geht es dabei um gleich bleibende Qualität und
Stückzahlen – und das unabhängig von
Produktionszeitpunkten. Dann folgt die Automatisierung von
Arbeitsprozessen, die ein gesundheitliches Risiko für die
Mitarbeiter mit sich bringen können – wie zum Beispiel die
Arbeit an Abfüllanlagen für chemische Substanzen. Generell
und über diese Beweggründe hinaus gilt dabei stets: Die
Implementierung von Automatisierungslösungen führt direkt
oder indirekt immer zu einer Effizienzsteigerung bei gleichzeitiger
Qualitätssicherung. Hier sehen wir auch in Deutschland noch viel
Potenzial und glauben, dabei einige übergeordnete Trends zu
erkennen. Einer dieser Trends ist: Der Automatisierungsbedarf bei der Produktion
von High-Value-Produkten etwa im Bereich der Medizintechnik oder der
Raum- und Luftfahrtindustrie steigt. Denn diese Produkte müssen
hohen Qualitätsansprüchen genügen und äußerst
verlässlich sein. Die Prozesskontrolle und
Qualitätssicherungsmaßnahmen nehmen deshalb in der
Produktionsautomatisierung einen großen Raum ein. Aufgrund der
üblicherweise kleineren Stückzahlen bei High-Value-Produkten
werden gleichzeitig eine hohe Flexibilität in der Automatisierung
und kurze Zeiten zur Produktumstellung gefordert. Im Gegensatz dazu steht der Trend Automatisierung in der Produktion von
Low-Value-Produkten. Hier sind die Margen oft sehr niedrig, dafür
die Stückzahlen hoch. Die Reparatur von defekten Produkten lohnt
sich daher meist nicht. Entsprechend hat die ASYS Group hier mit der
Produktlinie ‚Basic’ kosteneffiziente
Automatisierungslösungen entwickelt. Mit insgesamt 15 Modulen
lassen sich alle Automatisierungsaufgaben vom Transport über das
Be- und Entladen, Wenden, Ausschleusen und Beschriften
kostengünstig realisieren. Sind bei Low-Value Produkten zudem die Stückzahlen niedrig,
sprechen wir von Low-Value/Low-Volume-Produkten, bei denen die
Anforderung an Automatisierung derzeit noch recht niedrig ist. Solche
Produkte lassen sich in Deutschland kaum mehr effizient oder
kostendeckend fertigen. In den Billiglohnländern wird zum Beispiel
anstatt mit automatischer Prozesskontrolle häufiger manuell mit
Hilfe von billigen Arbeitskräften kontrolliert. Große
Schwankungen in der Qualität sind oft die Folge. Und auch die
Endkontrolle wird meist auf den Endkunden abgewälzt. Und wenn wir schon beim Thema Kosten sind: Diese spielen bei der
Bewertung unserer Lösungen durch unsere Kunden eine zentrale
Rolle. Immer häufiger werden Total-Cost-of-Ownership-Betrachtungen
einer automatisierten Produktionslinie über die gesamte
Nutzungsdauer angestellt. Hierbei werden zum Beispiel
Verfügbarkeit, Durchsatz, Energieverbrauch und Personalbedarf
berücksichtigt. In die Gesamtbewertung von
Automatisierungslösungen fließt zudem immer stärker die
RAM-Erfassung (Reliability, Availability, Maintainability) ein. Kurz zusammengefasst: Der Automatisierungsgrad in der
Elektronikfertigung wird weltweit auch in Zukunft steigen – mit
neuen Herausforderungen und Chancen für die ganze Branche. Dr. Lars Wende ist Vertriebsleiter der ASYS Automatisierungssysteme GmbH. Kontakt: Lars.Wende@asys.deAutomatisierungstechnikInnovative Automatisierungslösungen ermöglichen die
Optimierung von Abläufen und Prozessen über die klassische
Produktion hinaus. Viele Anbieter entwickeln für diese Anwendungen
technische Ansätze, die mehr Effizienz und eine höhere
Produktqualität versprechen. Denn Menschen machen Fehler und
automatisierte, maschinell gesteuerte Prozesse tragen erheblich zur
Fehlerreduktion bei. Dabei stellt sich die Frage, ob wir bereits am
Ende dieser Entwicklung angelangt sind. Oder gibt es Alternativen, der
Forderung nach höherer Effizienz zu begegnen? ASYSDie ASYS Unternehmensgruppe ist ein führender Hersteller von
Handlingsystemen, Prozessanlagen und Automatisierungslösungen
für die Elektronik- und Solarindustrie. ASYS entwickelt, fertigt
und vermarktet qualitativ hochwertige und technisch innovative Produkte
für eine effiziente Automatisierung. Mehr Informationen unter: www.asys.de. |
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| Kolumne 4 - EMS |
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Die zwei Gesichter von EMS
Als
Hersteller kundenspezifischer Applikationen für die
Elektronik-Baugruppenfertigung haben wir die internationalen
Märkte gut im Blick. Betrachten wir unsere Kundenbeziehungen, ist
der Trend bei den Herstellern ihre Produktion auf die EMS-Schiene zu
verlagern, immer noch stark ausgeprägt. Allerdings gibt es bereits
Unternehmen, die vom Outsourcing wieder Abstand nehmen.Das zeigt ein nüchterner Blick auf die Weltmarktanteile. Seit dem
Jahr 2000 bis heute ist der Verbrauch aller weltweit hergestellten
Halbleiter in Asien um über 30 Prozent auf aktuell 53 Prozent
gestiegen. In Europa sank der Einkauf von 22 auf 13 Prozent.
Nordamerika und Japan bieten das gleiche Bild: Die USA verbauen heute
nur noch etwa halb so viele Bauteile wie im Jahr 2000 und in Japan hat
sich die Quote von 23 auf 17 Prozent verringert. Mittlerweile werden
etwa 20 Prozent aller weltweit hergestellten Elektronik-Produkte fremd
gefertigt – mit steigender Tendenz. Denn der Kostendruck auf die Hersteller als Original Equipment
Manufacturer (OEM) nimmt in allen Märkten zu und die Margen werden
immer kleiner. Daher wird Outsourcing immer noch als probate Strategie
begriffen, um über die Marktanteile zu wachsen. Den Kostendruck
spüren auch die Kaufleute bei den Fremdfertigern. Nur sind sie
derzeit noch so liquide, dass sie dies mit immer schneller getakteten
Produktionseinrichtungen kompensieren können. Ein Beispiel
dafür: Wir haben in jüngster Zeit Anlagen zum
Reflow-Löten nach Asien ausgeliefert, die mit einer
Geschwindigkeit von bis zu zwei Metern pro Minute in einer
achtstündigen Produktionsschicht bis zu 40 Kilogramm Lotpaste
verlöten. Einige OEMs besinnen sich jedoch bereits wieder auf die eigenen
Stärken. Nokia zum Beispiel holt outgesourcte Kapazitäten in
die eigenen Werke zurück. Ziel ist es, dass diese jetzt wieder
besser ausgelastet werden und einen höheren Deckungsbeitrag
erwirtschaften. Mit ein Grund für diesen Rückwärtstrend
ist eine genauere Kalkulation der tatsächlichen Kosten, die mit
dem Auslagern der Fertigung verbunden sind. Wer nicht nur die reinen
Stückkosten betrachtet, sondern auch die oft versteckten
Folgekosten in eine ganzheitliche Kalkulation einbezieht, wird
festellen: Outsurcing ist gar nicht so kostengünstig, wie bisher
gedacht. Manche Unternehmen waren in dieser Hinsicht in der Vergangenheit
tatsächlich zu blauäugig. Unserer Beobachtung nach setzt sich
deshalb bei immer mehr OEMs die Erkenntnis durch: Wenn man wieder
stärker in die eigenen Produktionsanlagen investiert, kann man
selbst wieder besser, stärker und schneller werden - statt dies
den Fremdfertigern zu überlassen. Marc Dalderup ist Chief Customer Officer (CCO) der Rehm Thermal Systems GmbH in Blaubeuren-Seissen. Kontakt: m.dalderup@rehm-group.com EMSElectronic Manufacturing Services (EMS) und deren Anbieter decken
mittlerweile die gesamte Produktionskette in der Elektronikfertigung
ab. Diese „Fertigungsdienstleister“ für elektronische
Komponenten betreiben Fabriken in China und anderen Ländern
Asiens. Dort produzieren sie jede Form und Art von elektronischen
Produkten für namhafte europäische, amerikanische und
japanische Hersteller. Im Aufwind steht diese umfassende Form des
Outsoucing, weil sich die Original Equipment Manufacturer (OEM), statt
selbst zu produzieren, auf diesem Wege massiv Kosten senken und sich
vermehrt auf die Entwicklung neuer Produkte, Marketing und Verkauf
konzentrieren wollen. Das amerikanische Marktforschungsunternehmen
iSuppli prognostiziert für das Jahr 2009 ein EMS-Weltmarktvolumen
von über 20 Prozent an allen hergestellten elektronischen
Produkten. Rehm Thermal Systems GmbHDas Unternehmen hat sich im Bereich von Lötsystemen und
thermischen Systemlösungen für die Elektronik- und
Solar-Industrie profiliert. Angeboten werden innovative Systeme und
Software als maßgeschneiderte Lösungen für
verschiedenste Anwendungsbereiche in der modernen Elektronik- und
Solar-Fertigung. Mit der Entwicklung von
Schutzgas-Reflow-Lötanlagen und der Konstruktion
kundenspezifischer Applikationen zur wirtschaftlichen
Elektronik-Baugruppenfertigung wurden weltweit Maßstäbe
gesetzt. Gegründet im Jahre 1990, gehört Rehm heute zu den
führenden Anbietern von Fertigungstechnologien für die
Elektronik- und Solar-Industrie. |
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| Kolumne 5 - Effizienzsteigernde Lösungen |
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Effektiv prüfen trotz Kostendruck
Aus
Mobiltelefonen sind Multitechnologie-Wunder geworden. Testanforderungen
und Kostendruck in der Produktion sind dadurch jedoch immens. Schlanke
Prozesse und kreative Lösungen sind gefragt, um die Effizienz zu
steigern. Am besten schon in der Entwicklungsphase.
Für Hersteller von Mobiltelefonen steigt mit jeder
zusätzlichen Funktechnologie und jedem weiteren Frequenzband der
Testaufwand in der Produktion. Im Hinblick auf den Kostendruck
müssten aber die Testzeiten in der Fertigung deutlich gesenkt
werden. Ein erfolgversprechender Ausweg aus diesem Dilemma: Anbieter
von Chipsets, Hersteller von Mobiltelefonen und
Messtechnik-Spezialisten sollten möglichst früh
zusammenarbeiten. Denn kostenoptimierte Testmodi zeigen den besten
Effekt, wenn sie bereits in der Produktentwicklung berücksichtigen
werden. Ein erster Ansatz dazu wäre beispielsweise, alle Testschritte
– egal ob für die Kalibrierung der einzelnen Komponenten
oder für die Verifizierung des kompletten Gerätes – im
sogenannten Non-Signaling-Modus durchzuführen. Dieser ist speziell
für die Fertigung geschwindigkeitsoptimiert. Werden dazu noch
Testsequenzen verwendet, anstatt die erforderlichen Messungen einzeln
auszuführen, lässt sich der Durchlauf nochmals erheblich
beschleunigen. Das bringt wesentliche wirtschaftliche Vorteile. Aber
nur, wenn die Ansätze bereits in die Chipsets der mobilen
Endgeräte implementiert sind. Die Hersteller tun gut daran, dafür zusätzliche Ressourcen
bereit zu stellen. Vor allem bei hochwertigen
Multitechnologie-Telefonen oder beim Launch neuer Produkte und neuer
Technologien wie 3GPP LTE legt jeder Hersteller darauf Wert, Risiken zu
vermeiden. Gefragt sind dafür Produktionstests, die dem realen
Betrieb im künftigen Netz möglichst genau entsprechen. Solche
Signaling-Konzepte bilden den realen Netzbetrieb in Echtzeit nach. Hier
zahlen sich Investitionen in leistungsfähiges Testequipment aus.
Vor allem, wenn in allen Entstehungsphasen eines Produkts dieselben
Messgeräte eingesetzt werden. Denn nur so kommt man zu
durchgängig konsistenten und vergleichbaren Ergebnissen. Für die Produktion von Mobiltelefonen heißt das: Die
Messtechnik muss sowohl Signaling- als auch Non-Signaling-Konzepte
unterstützen. Dafür ist zum Beispiel unser Radio
Communications Tester R&S CMW500 ausgelegt. Er deckt die ganze
Bandbreite an Funktechnologien von GSM bis WLAN ab. Mit ihm sind
Mobiltelefone unter realen Netzbedingungen im Signaling-Modus testbar.
Zugleich ist gewährleistet, dass Fertigungslinien zum
gewünschten Zeitpunkt problemlos auf kostengünstigere
Non-Signaling-Tests umstellen können. Diese und weitere Lösungen machen es möglich, Testzeiten und -kosten in der Handy-Produktion drastisch zu reduzieren. Vorausgesetzt, alle Beteiligten arbeiten zukünftig frühzeitig Hand in Hand. Anton Meßmer ist Leiter des Fachbereichs Mobilfunkmesstechnik bei Rohde & Schwarz. Kontakt: anton.messmer@rohde-schwarz.com
Effizienzsteigernde Lösungen in der Fertigung Eine effiziente, kostensparende Elektronikfertigung ist wichtiger denn
je. Dazu bedarf es einer ganzheitlichen Betrachtung wie Entwicklung,
Material und Fertigung zusammenhängen. Die
wertschöpfungsorientierte Gestaltung der Supply Chain kann dabei
helfen. Und eine kritische Analyse aller Fertigungskosten. Dazu muss
die Produktentwicklung frühzeitig einbezogen werden. Das
eröffnet die Chance auf größere Einsparpotentiale. Und
führt zu kreativen Lösungen. Rohde & SchwarzDer Elektronikkonzern Rohde & Schwarz ist ein führender
Lösungsanbieter in den Arbeitsgebieten Messtechnik, Rundfunk,
Funküberwachung und -ortung sowie sichere Kommunikation. Vor 75
Jahren gegründet, ist das selbstständige Unternehmen mit
seinen Dienstleistungen und einem engmaschigen Servicenetz in über
70 Ländern der Welt präsent. Rund 7.500 Mitarbeiter
erwirtschafteten im Geschäftsjahr 07/08 (Juli bis Juni) einen
Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Der Firmensitz ist in Deutschland
(München). Mehr Informationen unter: www.rohde-schwarz.de |
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